Suche
http://p104023.typo3server.info
 > Home > Info  > Geschichte der Angele  > Angele in der Geschichte der Stadt Biberach  
HomeImpressumKontaktLinksSitemapSuche

Angele in der Geschichte der Stadt Biberach

Nach dem Entstehen der Geschlechtsnamen im 11./12. Jahrhundert taucht der Name „Angele“ erstmals 1405, 1415 und1490 in Biberach selbst auf.

Am 28. Februar 1561 sollte der Büttel Veit Angele den Metzger Bartle Striegel  verhaften. Es kam zu einer Schlägerei und Veit Angele wurde erschlagen. Striegel wurde überwältigt und 1562 mit dem Schwert auf dem Marktplatz hingerichtet.

Am 20.4.1632 besetzten die Schweden Biberach. Die evangelischen Offizianten wurden wieder in ihre Ämter eingesetzt, so auch der Syndicus Michel Angelin in sein Richteramt und in den großen Rath. Matthäus Angelin wurde "Almospfleger“. 1636 waren wieder die Kaiserlichen in der Stadt. Ein Interimsvergleich wurde zwischen den Konfessionen geschlossen, den unter anderen Michael Angelin mitunterzeichnet hat. Nach dem Steuerbuch von 1698 muß Christoph Angelin vermögend gewesen sein, wurde zur oberen Mittelschicht gezählt und ist Mitglied des Inneren Rates.


Als Kirchen- und Kapellenglaser übte Johann Jakob Angelin die Kunst der Glasmalerei aus. Seine Tochter Maria Katherina Angelin heiratete 1764 Thomas Adam Wieland, den Bruder des Dichters Christoph Martin Wieland.


Eine weniger rühmliche Rolle spielte ein Angele im Jahre 1769. Er brach mit zwei Anderen in ein warthausisches Haus ein, wurde erwischt und des Landes verwiesen.


Im September 1787 wurde die Stelle des evangelischen Mädchenschulmeisters frei und der Buchbinder Imanuel Angele wurde zum Schulmeister berufen.


Im Dezember 1792 wurde der Kontingent- und Standsoldat Johannes Angele wegen Raubmordes mit dem Schwert hingerichtet. Er gestand, dass er einen Müllerknecht auf dem Weg nach Waldsee in räuberischer Absicht niedergeschlagen habe und ihn ermorden wollte. Der Überfallene überlebte schwer verletzt. Zur selben Zeit war Michael Angele Spitalschulmeister und Imanuel Angele Mädchenschullehrer.


Die Revolutionsjahre 1848/49 waren vorbei und das Vereinswesen blühte auf. Der Schützenverein berief Franz Xaver Angele zum Schützenmeister. Er wird als Energiebündel geschildert. Die „neuwürttemberger“ Schützen fühlten sich nicht wohl in dem 1850 gegründeten Landesschützenverein. Angele erhielt Ende 1854 den Auftrag, die Errichtung einer oberschwäbischen Schützengesellschaft anzuregen und die Vorkehrungen zur Bildung eines solchen Vereins vorzubereiten. Bereits im September 1855 konstituierte sich der Verein in Ravensburg. 1858 wurde er zum Vorsitzenden des neuen Dachverbandes gewählt.


Auch im 20. Jahrhundert dienten Angele dem Gemeinwesen „Stadt Biberach“. Als Leiter des städtischen Bauhofs und Bauaufseher war Karl Angele über Jahrzehnte für die Stadt tätig. Im Gemeinderat waren Gerhard Angele, Museumstrasse und nach der Eingemeindung von Rissegg Artur Angele von 1975 bis 1994. Von 1972 bis 1988 war Josef Angele Ortsvorsteher von Ringschnait und zugleich beratendes Mitglied des Gemeinderats. 1983 veröffentlichte er das Heimatbuch „Ringschnait 1083 bis 1983“. Die Stadt ehrte ihn mit der Verleihung der Bürgermedaille.

(Beitrag aus "600 Jahre Angelin-Angele", S. 5f)



»