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Bereits in der 1. Sippenratssitzung am 20.11.1949 wurde nach eingehenden Erwägungen über die endgültige Form und die Farben des Originalwappens der Sippe Angele entschieden, wie es im großen Wappenbuch von Siebmacher aufgeführt ist.

Hier die Begründung vom 1. Sippenvater, Pfarrer Albert Angele:

Wappen

Viele Anzeichen sprechen dafür, daß der Name Angelin zu den ältesten Geschlechtern des oberschwäbischen Bauernadels gehört, aber keine Anzeichen deuten auf ein hohes Alter seines Wappens. Die Angelin waren im 15. Jahrhundert Untertanen weltlicher Herrschaften. Deren Höfe wurden um 1450 an den Hospital Biberach verkauft. Durch den Verkauf wurden die Angelin mit Leib und Leben Hörige oder Leibeigene, also Untertanen des Hospitals Biberach, die fortab als Belehnte gegen jährliche Abgaben auf ihrem Hofe bleiben oder mit anderen Höfen betraut werden konnten. Aus früherer Zeit ist kein Wappen überliefert, es existierte auch keines. Die Wappenführung war ein Vorrecht des Adels und der städtischen Patrizier. Die Biberacher Angelin waren als Handwerker, Angestellte städtische Untertanen. Einigemal rühmt sich ein Rißhöfer Angelin, ein Biberacher Bürger zu sein, aber ein Wappen stand ihm nicht zu. In den Handschriften des Malers Lukas Seydel, gest. 1630, der viele Wappen uns überliefert hat, findet sich kein Angelin-Wappen, auch nicht in den gesiegelten Kaufbriefen.

Nach der Aufhebung der kleinen Ständeherrschaften 1806 wurde die drückende Leibeigenschaft abgeschafft. Die Bauern wurden Freie und gegen Ablösung Besitzer ihrer bisherigen Lehenshöfe. Um diese Zeit tauchten in Mengen neue bäuerliche Wappen auf. Es wurde eine Modesache, sich ein Wappen anfertigen zu lassen und dasselbe in Glas am Stubenfenster aufzuhängen. In Biberach bekamen altbekannte Glasmaler wie Angele und Gnannt mit der Anfertigung und Erfindung der Bauernwappen ein einträgliches Geschäft.

Damals entstand auch unser Wappen. Die Anfertigung lehnte sich an den Namen oder das herkömmliche Hauszeichen an. Diese sind also älter als die Wappen. Durch Hauszeichen und Hausmarken wurden die Getreidesäcke, Werkzeuge, Wagendecken in jenen Zeiten bezeichnet, wo nicht jedermann lesen konnte. Findet man in einem alten Grundbuch beim Hofbeschrieb einen Krug, Vogel, ein Wasserrad gezeichnet, so gehörte der Hof dem N. Krug, dem K. Vogel, dem L. Müller. In gleicher Weise gebrauchten auch die Handwerker ihre Meisterzeichen. Stand in der Biberacher Schranne ein Getreidesack mit der Angel. so wußte jedermann den Eigentümer. Das Hauszeichen bildet den wichtigsten Bestandteil des Wappens, alles andere ist Zierat. Von den üblichen Wappentieren: Pferd, Löwe, Adler, Taube und dgl. konnte jeder nach Belieben wählen. Ein schmeichelhafter Wappenmaler lehnte sich gerne an Adelswappen an, entlehnte Küraß, Helm, Tuchung und Federbusch. - Unser Wappen hat Aufnahme gefunden in: Siebmacher, Großes Wappenbuch, 5. Bd., 3. Teil, S. 57, Tafel 61. Da ist zu lesen: Angele, Geschlecht in Biberach, Wappen im goldbordierten, blauen Felde, ein goldener Löwe, eine silberne Angel in den Vorderpranken haltend. Gekrönter Helm, 3 blau gold blau Straußenfedern, Decken gold, blau.

Wie die meisten bürgerlichen Wappen ist auch unser Wappen nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 entstanden. Glas- und Wappenmaler war Alois Angele, geb. 1827, verheiratet anno 1876 in 3. Ehe mit Christine Welte. Sein Sohn Adolf, geb. 1873, war Fotograf in Biberach. (Ahnenstamm St. Rembertus, Ummendorf, 7. Generation, Ast X.)

Im Verlauf der vergangenen 50 Jahre entstanden nach der Vorlage im Wappenbuch mehrere künstlerisch gestasltete Angelewappen, sei es farbig gemalt, bleiverglast oder geschnitzt.

Im Shop der Sippe werden verschiedene Wappen ageboten.

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