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Eine Gemeinschaft entsteht

Nur wenige Familien haben ihre Vorfahren so weitreichend erforscht wie die Angele. So wird oft die Frage gestellt, warum die Angele so ausführlich dokumentiert sind. In einer Zeit, in der viele Werte verloren gingen, in der Ahnenforschung einer irren Rassenideologie untergeordnet wird, entwickelt ein Mensch eine Vision und sucht nach seinen Wurzeln, seinen Vorfahren, um besser zu verstehen und nicht um auszugrenzen.


Es ist Pfarrer Albert Angele, 1876 in Ummendorf geboren. Die Kinderjahre verbringt er im elterlichen Bräuhaus mit Landwirtschaft. Er studiert in München neben Theologie noch Naturwissenschaften und ist stolz darauf, bei Professor Röntgen Physik und bei Geheimrat Bayer, dem Entdecker der Kohlenstoffverbindungen und der Anilinprodukte, Chemie gehört zu haben. 1903 wird er zum Priester geweiht und  übernimmt 1914 die Pfarrei Tiefenbach bei Oberstdorf. Er wird dort nebenher Rechner des Darlehenskassen-Vereins, was viel über seine Beliebtheit aussagt. Pfarrer Angele ist entschiedener Gegner des Nationalsozialismus, was er in Wort und Schrift auch ausdrückt. So bleibt es nicht aus, daß die Nazis 1936 seine Pensionierung erzwingen.


Nun hat er Zeit. In seinem Haus in Ummendorf schreibt er an Buchprojekten. Er sucht bei seinen Heimatforschungen, die er mit viel Eifer betreibt, in Kirchenbüchern und Gemeindeakten auch nach Angele. Nicht nur nach seinen Vorfahren sucht er, sondern nach allen Angele, die er finden kann und nimmt zahlreiche Verbindungen mit Sippenangehörigen auf.


Nach dem Krieg hält Pfarrer Angele die Zeit gekommen, seine vielen Forschungsergebnisse zu verwerten.


So kommt eines Tages ein älterer Priester in eine notdürftig eingerichtete Praxis eines Arztes und gibt an, nicht als Patient, sondern als Sippenverwandter mit ihm sprechen zu wollen. Beide heißen Angele. Der Priester liest aus einem Heft Namen und Anschriften von Angehörigen des Arztes vor, den er noch nie gesehen hat und dessen Heimat mehr als tausend Kilometer ostwärts im Banat liegt. Dieser Priester ist der spätere 1. Sippenvater Pfarrer Albert Angele aus Ummendorf, der mit großer Geduld selbst im Ausland lebende Angele aufspürt. Der besuchte Arzt, der im Krieg mit seiner Familie seine Heimat verlassen mußte, ist der spätere 4. Sippenvater Dr. med. Josef Angele aus Laupheim.


Bei diesem Treffen keimt der Gedanke, sich in größerem Kreis zu treffen. Die Forschungsergebnisse sollen möglichst vielen Angele zugute kommen.


So treffen sich am 4. September 1949 im Bräuhaus Ummendorf 7 honorige oberschwäbische Angele, um das Weitere zu beraten:


Albert Angele, Pfarrer a.D., Ummendorf
Christian Angele, Bauer, Ringschnait
Josef Angele, Bürgerm. a.D., Ravensburg
Dr. Josef Angele, Arzt, Laupheim
Stefan Angele, Hobler, Ummendorf
Hans Angele, Bauer, Röhrwangen
Fritz Angele, Kaufmann, Biberach


Das sind die Gründungsväter der Sippe. Sie kommen überein, einen Familientag abzuhalten und eine Sippengemeinschaft zu gründen.


Es soll kein Verein sein und es sollen keine Beiträge erhoben werden.


Sinn und Zweck ist es, die Forschungsergebnisse weiter zu geben und weitere Sippenverwandte zu finden. Man will Zusammenhänge erkennen und Ahnenstämme zusammen führen. Die Angele sollen sich näher kennen lernen.


Sie halten es für sinnvoll, nach rückwärts zu blicken, auf die gemeinsame Herkunft und auf die Ereignisse früherer Zeiten.