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Der Zehnt

Bei der Lektüre in Archivalien begegnet man dem Begriff „Zehnt“, der frühen Form von Steuern und Abgaben. Seit dem 5. Jahrhundert wurde von der Kirche in Anlehnung an den alttestamentlichen Zehnt zum Unterhalt des Klerus von den Laien eine Vermögensabgabe gefordert. Die meist jährlich wiederkehrenden Abgaben waren anfänglich vom Gesamtvermögen aufzubringen, bezogen sich aber schon bald auf die Erträge des Grundbesitzes und betrugen meist weniger als den zehnten Teil. Seit den Karolingern bestand ein durch die weltlichen Herrscher gestütztes „Zehnt-Gebot“. Seit 818 n. Chr. hielten vielfach weltliche Grundherren als Inhaber von Eigenkirchen Zehnt-Rechte. Ferner kam der Zehnt durch Belehnung und Verpfändung in Laienbesitz. Die Abgaben in Form von Naturalien wurden in Feld-Zehnt , meist Getreide, Wein, Garten- und Baumfrüchten und in Blut-Zehnt mit Tier und Tierprodukten erbracht. Seit dem 13. Jahrhundert waren auch Geldabgaben üblich. Der Zehnt bestand in Deutschland bis ins 19. Jahrhundert.

 

(Beitrag aus "600 Jahre Angelin-Angele", S. 8f)



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