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Eduard „Ede“ Angele - eine Fußballkarriere

 

Ede Angele, geboren 1951 im oberschwäbischen Ummendorf, nahe Biberach an der Riss, stammt aus einer fussballbegeisterten Familie (Linie St. Rembertus in Ummendorf nachweislich seit 1638) . Bereits sein Vater Konrad spielte vor dem 2. Weltkrieg mit dem SV Ummendorf in der damaligen höherklassigen Gauliga und alle seine 4 Brüder schnürten überwiegend für den jetzigen TSV Ummendorf mehr oder weniger erfolgreich ihre Fussballschuhe.

Ede machte bereits als Schüler und Jugendlicher auf sein großes sportliches Talent aufmerksam, wurde früh in die Jugend-Auswahl seines Heimatkreises berufen und absolvierte bereits als 17-jähriger, zusammen mit seinem älteren Bruder Josef (Sepp) Spiele in der Aktivenelf beim TSV Ummendorf in der damaligen 2. Amateurliga.

Für Ede war die überschaubare Welt in Beruf und Sport im beschaulichen Oberschwaben jedoch zu wenig an Herausforderung und mit Erlangen seines Führerscheines setzte er sich in ein kaum verkehrstüchtiges, altes Auto und machte sich auf den Weg nach Westfalen, um an der  dortigen Polizeischule seine berufliche Karriere selbst in die Hand zu nehmen.

In westfälischen Fussballkreisen wurde man sehr schnell auf den technisch versierten und dynamischen jungen Fußballer aufmerksam und schon im nächsten Jahr erhielt er beim Landesligisten Eintracht Heessen, seinem neuen Wohnort bei Hamm, seinen 1. Fussballvertrag.  

In Heessen spielte er insgesamt 3 Jahre bis 1974 und stieg mit diesem Verein in die dortige Oberliga auf - hier wurden dann die Späher aus dem Profibereich auf ihn aufmerksam und der damalige 2. Ligist DJK Gütersloh holte den Polizisten mit einem Lizenzspielervertrag nach Ostwestfalen.  In Gütersloh spielte Ede  erfolgreich bis 1976 in der damaligen 2. Liga Nord gegen so bekannte Teams wie Fortuna Köln, FC St. Pauli, Tennis Borussia Berlin, Preußen Münster oder Hannover 96.     

Der aufstrebende Nachbarverein Arminia Bielefeld stellte zu dieser Zeit ein schlagkräftiges Team zusammen mit der Ambition, den Aufstieg in Deutschlands Premierklasse 1. Bundesliga zu schaffen. Unter den Neuzugängen war auch der Fussballprofi Eduard Angele von der DJK Gütersloh.

Mit Arminia schaffte er dann 1978 den gewaltigen Sprung in die 1. Bundesliga und spielte dort, nun auch in der Heimat über die Medien zu verfolgen, als Abwehrspieler unter Trainerkoryphäen wie Kalli Feldkamp und Otto Rehagel, mit erfolgreichen und bekannten Fussballern wie Torhüter Uli Stein (später HSV), den heutigen Bundesligatrainern Günter Köstner und Frank Pagelsdorf oder dem später auf dem Betzenberg in Kaiserslautern spielenden starken Eilenfeldt zusammen. Als Gegner hatte Ede gegen die zu dieser Zeit oft auf internationalem Niveau spielenden Aussenstürmern der Bundesliga zu bestehen. Man denke dabei nur an Stars wie Kalle Rumenigge, Pierre Littbarski, Rüdiger Abramzyk oder den damals beim 1. FC Nürnberg spielenden Uli Höness.

Als besten Stürmer seiner Zeit bezeichnet Ede im Rückblick den kleinen, wieselflinken Kevin Keegan vom HSV, der damals alle Abwehrspieler vor grosse Rätsel stellte und die Fussballfans auf der ganzen Welt verzückte.

An den 4:0-Erfolg im Olympiastadion in München gegen den grossen FC Bayern denkt er heute noch genüsslich zurück.

Ein weiterer Höhepunkt in seiner fussballerischen Laufbahn war ein Vorbereitungsspiel gegen den FC Barcelona, bei dem er gegen den Österreicher Hans Krankl, einem der damals weltbesten Stürmer spielen durfte.

Über einen Zeitraum von 10 Jahren (1971-1981) hat Ede neben seinem Beruf ca. 160 Punktspiele als Lizenzspieler absolviert.

Zu Ende seiner sportlichen Karriere kehrte er dann  von 1982-1984 als Amateur zu Eintracht Heessen zurück, mit der er dann als Oberligameister unglücklich und äusserst knapp den Aufstieg in die 2. Bundesliga verpasste. 

Daneben kam Ede viele Jahre in der Nationalauswahl der Polizei zum Einsatz und wurde mit dieser Mannschaft auch Europameister.

 

 

Heute arbeitet Eduard Angele in seinem Beruf als Polizeibeamter (PHK) in Bielefeld und lebt zusammen mit seiner Frau Petra zurückgezogen auf seinem Refugium in der Nähe der Stätte seiner größten sportlichen Erfolge mit Hund, Katze und 2 Pferden. Neben der Beschäftigung mit seinen Tieren verbringt er seine Freizeit gerne mit Fahrrad fahren oder er ist „on the road again“ mit  seiner 2. große Liebe, einer starke BMW LT.

 

 

Der Fussballer Eduard Angele, aus Ummendorf stammend.
Eduard Angele mit dem SV Ummendorf


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