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Johanna Angele ist eine schweizer Autorin. Sie arbeitet in Zürich als Projekt- und Prozessmanagerin.

 

Vita

Johanna Angele studierte Anglistik und Germanistik in Zürich, später folgte eine Weiterbildung zur Wirtschaftsinformatikerin. Ihr beruflicher Werdegang führte sie in die Beratungs- und Finanzwelt internationaler Firmen in der Schweiz, nach England, Amerika, Frankreich und Deutschland. 

Nach vielen Jahren in der Stadt wohnt sie heute auf dem Land in der Ostschweiz, ist oft und gerne in Frankreich und Bayern und arbeitet in Zürich als Projekt- und Prozessmanagerin.

 

Publikationen

Im Jahr 2012 veröffentlichte Johanna Angele das Buch "Weiberzeit: In Zukunft gemeinsam"

Der Mann jagt Mammuts. Auch im Büro. Er hat einen Tunnelblick. Vor allem zu Hause. Er ist verzweifelt. Sie ist verzweifelt. Retten wird beide nur das Vollweib, weil sie den König in ihm sieht. Hand in Hand und auf Augenhöhe werden wir gemeinsam zu Hause glücklich, im Büro erfolgreich und überall Bewohner einer besseren Welt. 

Ein inspirierender und amüsanter Spaziergang von Frosch und Vogel durch den Alltag. Geschenkte Zeit für einen Ausflug in die uns ständig umgebende Gegenwart, deren offensichtliche Antworten wir vor lauter Hier und Jetzt oft überhören. Am Ende sieht man schärfer, hört man mehr und  weiss, wie das Vollweib einen Mann zum König macht.

Titel: Weiberzeit: In Zukunft gemeinsam
Autor: Johanna Angele
Verlag: BoD – Books on Demand, 2012
ISBN: 9783842391673 ISBN: 978-3-8423-9167-3
Länge: 316 Seiten


INHALT


Der Legende nach haben einst erzürnte Götter das Menschengeschlecht geschwächt, indem sie jeden Menschen in zwei Hälften teilten. Aus dem Paradies vertrieben, taumeln wir seitdem von einer Krise zur nächsten. Dennoch spielen wir unseren offensichtlichsten Trumpf nicht aus: das Potential der Frauen! Nach Jahrhunderten kräftezehrender Männerepochen muss die Männlichkeit gerettet werden. Wenn wir überleben wollen, ist es höchste Zeit, uns ans Vollweib zu erinnern und die Frauen endlich in die Pflicht zu nehmen. Es ist Weiberzeit!

Männer jagen Mammuts, auch im Büro. Frauen sollten es ihnen nicht gleich tun, sondern ihre Klugheit und Weisheit darauf verwenden, aus den lädierten und müden Männern wieder verantwortliche Könige, siegreiche Krieger, wissende Zauberer und vor allem einfühlsame Liebhaber zu machen. 

Statt dem Märchenprinzen hinterher zu trauern gilt es selbst aufs Pferd zu steigen und mit Pauken und Trompeten in den Kampf zu reiten. Frauen, rettet die Männer! Zu eurem eigenen Wohl, aber vor allem, weil Frauen die Welt tatsächlich ändern können.

Indem wir uns wieder liebevoll und ebenbürtig in die Augen schauen, gelingt uns die Wiedervereinigung zum Kugelmenschen. Gemeinsam haben wir die Kraft, die Fähigkeiten und die Lust, uns das Paradies erneut zu schaffen.

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"Wo ist die Butter?!" schallt es genervt und vorwurfsvoll aus der Küche durch den Flur, um die Ecke, dann ins Zimmer hinein, was nach dem langen Weg in etwas gedämpfter Form am weiblichen Ohr ankommt. Dem Schall folgt ausnahmsweise hier das Licht, das Bild von einem Mann, am offenen Kühlschrank, verzweifelt und am Ende allen Lateins: wo ist nur die Butter hingekommen? Warum wird die Butter nicht automatisch ersetzt, wenn sie aufgebraucht ist? Warum wachsen keine neuen Buttermödeli nach? Warum verlieren sich ständig Lebensmittel in den unendlichen Weiten eines Kühlschranks? Weil sie sich gerade mit den Socken aus dem Wäschetrockner zum Kaffeeklatsch treffen, heimlich, mystisch, im Dunkeln des männlichen Tunnelblicks. Da verliert sich alles, was keinen Rock trägt und keine Räder hat. Schlüssel, Reisedokumente, Termine. Ein riesiges Universum voll unsichtbarer Alltäglichkeit, das Bermudadreieck der entschwunden Normalität. "Weil du die Augen offen hast, glaubst du, du siehst", ob wir diese Worte wohl Goethes eigener Erfahrung zuschreiben dürfen? Das Weib auf jeden Fall steht auf, geht aus dem Zimmer, um die Ecke durch den Flur in die Küche und greift mit der linken Hand nach der Butter, legt sie auf die Abstellfläche daneben und schliesst mit der rechten Hand den Kühlschrank, gerade noch rechtzeitig, bevor er endgültig abtaut. Ich hab' ihn ehrlich nicht gesehen, folgt prompt, was man mit viel Verständnis und Erfahrung wohl als Dankeschön verstehen muss, mit einer Prise Entschuldigungsmimik und einem Schuss Vorwurf gewürzt. Sie können nichts dafür, die Männer, nichts für ihren Tunnelblick und nichts für ihre überlebenswichtige Fähigkeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: das Mammut. 

Das gilt es zu sichten, zu treffen, zu erlegen und heim zu schaffen. Bei diesem Gedanken ertappt, blickt dann die männliche Hälfte der Bevölkerung etwas zweifelnd vom Buttermödeli auf ins Gesicht der jeweils zugehörigen Lebensgefährtin und aus den Hundeblickaugen steigt sie auf, die Gedankenblase, die jedes Weibchen lesen kann: Das ist kein Mammut. Nein, das ist kein Mammut, das ist ein Buttermödeli, das und Tausend andere Errungenschaften aus über zwei Millionen Jahren Menschheitsgeschichte sind einfach zu klein und zu unbedeutend, als das sie ein Mammutjäger sehen könnte. Vollkommen einleuchtend.

[...] Was, wenn die Männer immer so sehen? Was, wenn die Männer in den Teppichetagen im Einstellungsgespräch gar keine qualifizierten Topmanager
suchen, sondern Mammuts? Was, wenn sie keine Produkte für den Zielmarkt entwickeln, sondern Speere für die Mammutjagd? Was, wenn sie sich an Konferenzen gar nicht über eine erfolgreiche Strategieumsetzung unterhalten, sondern über geeignete Gift zur Mammuterlegung in Wäldern an Südhängen? Was, wenn sie in den Wandelhallen, Mensen, Sitzungszimmern Stammtischen gar nicht über Lösungen zu Problemen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft diskutieren, sondern über die besten Strategien um Mammuts zu töten? Was, wenn sie wirklich nur Mammuts sehen? Es gibt keine Mammuts mehr. Panik, die Nackenhaare sind gesträubt, als sie wieder ins Zimmer tritt. Was, wenn die Männer nicht nur das Buttermödeli nicht sehen, sondern überhaupt nur einen leeren Kühlschrank? Einen leeren Konferenzsaal? Wir wissen, dass Fliegen die Welt anders wahrnehmen als wir Menschen, wir wissen, dass Adler besser sehen und Hunde besser hören, dass Fledermäuse ein Echoortungssystem haben und manche Menschen grün und rot nicht unterscheiden können. Wäre es möglich, dass Frauen und Männer die Welt vielleicht viel unterschiedlicher wahrnehmen, als wir ahnen? 

Sehen Männer eine Welt voller Autos und Röcke – und Mammuts?

 

Weblinks

Homepage Johanna Angele: http://www.angele.org/jo/index.htm

Webseite zum Buch Weiberzeit: http://weiberzeit.wordpress.com

 

Angele-Sippe:

Angele Ahnenstamm: Rembertus Xb, 10. Generation
I3259

Johannas Vater ist Kurt Angele, langjähriger aktiver Sippenrat, der die Angele in der Schweiz erforscht hat.

Johannas Urgrossvater Adolf Alois Angele ist 1873 in Biberach geboren, war Fotograf und ist in die Schweiz ausgewandert.

 

 

 



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