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Angele-Ahnenstamm St. Rembertus, Ummendorf

 

(Beitrag aus "Angele-Info 2007", S. 4-5 und "Angele-Info 2008", S. 4-5)

 

Im Jahre 1565 erwarb das Kloster Ochsenhausen unter Abt Gerwig Blaser von dem Augsburger Kaufmann Manlich die Herrschaft Ummendorf für 70000 fl. Ein stolzer Preis und der Unterhändler schrieb an seinen Abt  „das wir diefer in seckel greifen miesen, wollen wir die praut haimfieren“. Dafür erhielt das Kloster: Kirche und Patronat in Ummendorf und die Präsentation der Kaplanei Fischbach, das neue und das alte Schloß samt den Gütern, zwei Mühlen, die Taverne, die Badstube und die Schmiede; 14 große Höfe, 16 kleinere Güter und fünf einzelne Häuser im Dorf, drei Höfe in Buschhorn sowie einzelne Güter und Rechte im Umland. Alle Dorfbewohner, deren Namen im Kaufbrief aufgeführt sind. Alle Güter waren als Leiblehen vergeben. Zur besseren Unterscheidung und Zuordnung der Höfe und Güter wurden Namen von Heiligen vergeben, so auch St. Rembertus für das heutige Gebäude Sattlerweg 5. Inhaber des Lehens um 1630 war der im Jahre 1610 geborene Johannes  Angelin. Er heiratete am 21.11.1638  Anna Wunhäsin aus Mittelbuch, die ihm 10 Kinder schenkte. Mangels weiterer Daten ist Johannes A. als Begründer des Ahnenstamms St. Rembertus zu betrachten. Von den 5 männlichen Nachkommen führte keiner das Lehen fort. Der älteste Sohn Georg *1639  heiratet nach Bellamont auf Gut St. Joachim und begründet die Zweige Ochsenhausen, Starkenhofen, Reinstetten, Mietingen, Füramoos, Dietenheim, Mittelneufnach, Ziemetshausen, Attenhausen, Bebenhaus, Bellamont, Friedrichshafen, Innsbruck, Ladis, Bregenz, Alberweiler, Ulm, Köln, München.
Der 1645 geborene Sohn Konrad  heiratet 1673 Katharina Böckin und erhält zu Lehen  in Buschhorn St. Hilarius. Der 3. Sohn Jakob *1656 heiratet 1677 Maria Schädin und bekommt als Lehen in Füramoos das Gut St. Johannes Evangelist. Über die weiteren 2 Söhne und  5 Töchter ist ausser den Vornamen und Geburtstagen nichts bekannt.
Bei der Durchsicht der Stammbäume  mit allen Verzweigungen fällt auf, dass von wenigen Ausnahmen abgesehen die Vorfahren sehr sesshaft waren. Viel zu diesem Umstand beigetragen hat die Leibeigenschaft und das Lehenswesen. Das hieß, dass die Nachfahren von Johannes Angelin sich nur im nördlichen Oberschwaben aufhalten konnten. Um das Jahr 1830  tritt eine Wende ein. Als Wohn- oder Geburtsort tauchen erstmals Ortsbezeichnungen außerhalb des bisherigen Hoheitsgebietes auf, z.B. Stetten im Lontal, Seibranz, Dietenheim.
Das Oberschwaben dieser  Zeit war Agrarland, die Familien waren kinderreich aber arm. Arbeit außerhalb der Landwirtschaft gab es kaum.


Ast I  Ochsenhausen

Der Ast Ochsenhausen spaltet sich im Lauf der Jahre in die Zweige I/a bis  I/f.


Zweig I a  Arbon
Zunächst entsteht unter I/a in Arbon/Schweiz ein neuer Zweig. Der 1848 geborene Josef Angele heiratet 1872 und zieht 1874 mit seiner Frau Anna in die Schweiz. Er arbeitet als Schreiner und Zinngießer. Sie behalten die deutsche Staatsangehörigkeit. Der 1877 geborene Sohn Karl-Joseph ging vorübergehend nach Esslingen, heiratete 1900 und zog 1905 mit Frau und vier Kindern zurück nach Arbon, wo weitere sechs  Kinder geboren wurden. Dessen Nachkommen leben in Frenkendorf, Liestal, Landquart, Rüti, Bubikon und Herisau.
Die Arboner Großfamilie hatte während des 3. Reiches schwer zu leiden und bis in die neueste Zeit Schicksal-schläge hinzunehmen.


Zweig  I b Stetten ob Lontal

Der in der 7. Generation am 10.11.1803 in Ochsenhausen  geborene Aloysius heiratet am 3.7.1831 in Stetten ob Lontal und begründet den Zweig Stetten und Dischingen. Er ist Wirt und Glaser und zieht 1861 nach Dischingen. Die Nachkommen leben heute u.a. in Dischingen, Kleinkuchen, Rutesheim und Hamburg.


Zweig I c  Esslingen/Kleinwallstadt

Ausgangspunkt für diesen Zweig ist Franz Xaver Angele, geb. 4.11.1836, der 1867 in Paris heiratet. Er hat zwei Söhne, Johann geb. 3.1.1882,  und Gustav, der vor dem 1. Weltkrieg  nach Amerika ging und als vermisst gilt. Johann war Lehrer u.a. in Marienborn bei Mainz. Er vertonte das „Marienborner Weihnachtsgloria“ und wurde von der Gemeinde geehrt mit der Benennung einer Straße. Die Tochter Antonie Gödel ist 100-jährig vor wenigen Wochen in Essen verstorben. Der Sohn Franz-Xaver war Gutsverwalter in Wertheim und hatte zwei Kinder: Gernot und Sieglinde, beide in Kleinwallstadt wohnhaft.


Zweig I d  Zürich, Dübendorf

Der am 4.8.1889 geborene Max Lorenz, Sohn des Joseph A. aus Trugenhofen, heiratete in Zürich-Horgen  und begründete diesen Zweig in der Schweiz. Er hatte die Söhne Peter, Rudolph und Walter.


Zweig I e  Arbon, Zollikerberg

Der Bruder von Max-Lorenz, der 1883 geborene Josef Angele heiratete in Arbon und hatte die Kinder Anton, Agnes und Josef, die wiederum männliche Nachkommen haben.


Zweig I f  Neu-Ulm, Ulm

In der 10. Generation begründet der 1909 geborene Ernst-August Angele in Neu-Ulm diesen Zweig.  Der mit Josefine Sontheimer geschlossenen Ehe entspriessen 8 Kinder, 7 Mädchen und 1 Sohn.


Ast II  Ummendorf

Am 20.11.1645 wurde auf St. Rembertus der Sohn Konrad geboren. Er konnte auf den stattlichen St. Hilarius-Hof in Buschhorn einheiraten. Der 1675 geborene Sohn Hans wiederum heiratete 1699 Emerentia Zell auf dem Hofgut St. Amandus (heute Bachstrasse 25). Bis 1886 bewirtschafteten 5 weitere Angele-Generationen diesen Hof.  In jenem Jahr nahm Johannes Angele einen Hof-Tausch vor. In der Nachbarschaft erhielt er das Hofgut St. Georg (heute Grubstrasse 8).
Der 2. Weltkrieg forderte von der Familie einen hohen Blutzoll. Die Söhne Heinrich Ludwig und Josef blieben im Feld, der Sohn Konrad erlitt eine schwere Kriegsverletzung. Seine Schwestern Josefine und Maria wurden Hofinhaberinnen. Konrad war als Angestellter tätig und war Gründungsmitglied der Sippe im Jahre 1949. Er hatte 5 Söhne; Josef, geboren 1945,  übernahm von den Tanten die Hofstelle in der Grubstrasse 8 und ist Mitglied des Sippenrats.


Ast III Ummendorf-Ochsenhausen

Die Brüder Michael und Joseph, Söhne von Hans Angele begründeten den Ast II und Ast III Ummendorf. Joseph war Schneider wie auch sein Sohn Andreas. Sein  Enkel Lorenz starb als Soldat  28-jährig und 5 Monate nach seiner Heirat. Der aus diesem Ast stammende Stephan *1903, war Gründungsmitglied der Sippe und sein Sohn Otto gehört dem derzeitigen Sippenrat an.


Ast IV - Starkenhofen - Gospoldshofen

In der 5. Generation bewirtschaftet Georg, *1733, als letzter Angele das        „St. Joachim“-Lehen in Bellamont. Sein Sohn Matthäus, *1784, kann in Seibranz in eine Landwirtschaft einheiraten. Er begründet den Ast IV und ist Bauer wie seine Vorfahren. In der 7. Generation übernimmt Sohn Kilian, *1826, in Diepoldshofen eine kleine Landwirtschaft, die seine Frau in die Ehe einbringt. 4 Angele-Generationen wirtschaften dann weiter als Bauer in Starkenhofen. Heute betreibt Leonhard Angele dort den stattlichen Angelehof.
Leonhard und sein Bruder Josef haben mit christlichen Schnitzereien und mit der Trompete manchen Sippentag bereichert.
Zahlreiche Angehörige dieser Linie leben inzwischen verstreut über ganz Oberschwaben


Ast V - Reinstetten - Friedrichshafen - Uster (CH)

In der 6. Generation heiratet Anton Angele, *1778, als weichender Erbe in  Reinstetten in eine kleine Landwirtschaft ein und arbeitet nebenher als Rechenmacher. Die Nachfahren sind Schuhmacher. Heute wohnen die Nachkommen in der 11. und 12. Generation in Sulmingen, Bad Waldsee, Friedrichshafen und in Uster/Schweiz.


Ast VI - Mietingen

In der 8. Generation wird der 1844 geborene Johann-Anton der Urahn des Mietinger Astes VI. Sein Sohn Joh.-Georg führt in Reinstetten eine Bäckerei. In der folgenden Generation stirbt der Ast leider aus.


Ast VII - Mittelneufnach

3. Generation - Der 1688 geborene Max Angele findet als weichender Sohn sein Fortkommen in Füramoos. Er ist der Ur-Vater der Äste VII, VIII und IX.
In der 7. Generation begründet Joseph, *1841, in Mittelneufnach den Ast VII. Joseph ist gelernter Maurermeister und königlicher Expeditor. Er steht der Poststelle vor und „expediert“ mit seinen Postkutschen die Reisenden und Güter zum Bahnhof Schwabmünchen. Nebenher betreibt er auch eine Gaststätte mit Brauerei. Er ist Bienenzüchter und sitzt im Gemeinderat. Nachkommen von Joseph wohnen heute noch in Mittelneufnach, aber  auch in Augsburg, Gessertshausen und Wertingen.


Ast VIII - Ziemetshausen - Augsburg

In der 6. Generation wird der 1815 in Ziemetshausen geborene Josef zum    Urahn des Astes VIII. Nachfahren wohnen heute noch in Augsburg, Göggingen und Kempten.


Ast IX - Mittelneufnach - München

In der 7. Generation wird der Hafnermeister und Landwirt Leonhard Angele, *1848, in Mittelneufnach Urahn von Ast IX. Leonhard ist ein geschickter Töpfermeister, der die Töpferscheibe noch mit den Füßen antreibt. Mit dem Kuhgespann bringt er seine Töpferwaren auf den Markt. Leonhard spielt nebenher Theater, ist ein guter Sänger und ein passionierter Imker. Er züchtet Bienenköniginnen, Kanarienvögel und Tauben.
Zusammen mit seiner Frau zieht er 6 Kinder groß. Viele Nachkommen wohnen heute in Mittelneufnach und in München, aber auch in Friedberg, Eching, Markt Wald, Thannhausen, Schwabmünchen und Münster.


Ast X - Biberach - Zürich - Biel - Männedorf

In der 2. Generation bewirtschaftet Jakob Angele, *1656, in Füramoos das Erblehen „Johannes Evangelist“. Jakob ist der Urahn der Äste X und XI. In der 5. Generation begründet Anton, *1773, ein Ur-Enkel von Jakob in Füramoos den Ast X. Sein Sohn Aloys, *1827, führt die Ahnenlinie weiter. Aloys wird Fotograph in Biberach.
Dessen Söhne Karl, *1879 und Adolf, *1873, sind die Ahnherren der Schweizer Zweige X a und X b.


Zweig X a - Zürich - Horgen

Der 1879 in der 7. Generation geborene Karl Angele zieht nach Zürich und heiratet 1913 Maria Huber aus Hornussen. Karl begründet in der Schweiz den Zweig X a. Nachkommen wohnen in Bubikon, Horgen und Zürich sowie in Höchenschwand im Schwarzwald.


Zweig X b - Biberach - Biel - Männedorf

In der 7. Generation ist der  Biberacher Fotograph Adolf Angele, *1873, der Ahnherr des Zweiges X b. 6 Kinder von Adolf ziehen in die Schweiz und heiraten in Biel, Chur, Männedorf, Richterswil, Wädenswil und Zug. Nachkommen wohnen in Busswil, Füllinsdorf, Studen, Wallisellen, Wigoltingen und Zofingen.
In der 8. Generation begründet der Malermeister Heinrich Angele, *1901, den Wigoltinger Zweig.
9. Generation - Kurt Angele, der Sohn von Heinrich gehört zum Schweizer Sippenrat und ist unser Ahnenforscher in der Schweiz.


Ast XI - Füramoos

In der 5. Generation wird 1779 Joseph Angele noch auf dem Erblehen „St.Johannes-Evangelist“ in Füramoos als 4. von 10 Kindern geboren. Joseph ist der Urahn des Astes XI.
In der 7. Generation betreibt Alois, *1839, in Himbach-Greuth eine Selde, d. i. die damalige Bezeichnung für ein kleines landwirtschaftliches Anwesen.
In der 8. Generation übernimmt der 1870 geborene Benedikt einen Hof in Oberziegelbach. Dieser wird heute noch in der 12. Generation von seinen Nachkommen umgetrieben. Weitere Angehörige wohnen in Ravensburg, Baienfurt und Bad Mergentheim.


Ast XII - Bebenhaus

In der 5. Ahnenstamm-Generation entstehen mit dem 1723 in Bellamont geborenen Joseph die Äste XII und XIII.
Als weichender Erbe betreibt Joseph mit Ehefrau Anna-Maria Ziegler und        9 Kindern eine Selde in Bebenhaus. Die Selde gehört zur Herrschaft des Klosters Ochsenhausen.
In der 6. Generation begründet der Sohn Jakob, *1763, den Ast XII und übernimmt 1804 das „St. Ferdinandus“-Lehen in Ummendorf, auch eine dem Kloster Ochsenhausen gehörende Selde. Weitere Nachfahren siedeln in Rissegg und Essendorf.
8. Generation - dem 1844 geborenen Michael und Ehefrau Eleonora Hummler werden in Essendorf 11 Kinder geboren. Sohn Vinzenz, *1870, wandert nach Amerika aus. Tochter Walburga, *1881, wird Ordensschwester im Kloster Lohhof.


Zweig XII a - Friedrichshafen - Schnetzenhausen

In der 9. Generation sind 3 Söhne von Michael, *1844, die Ahnherren der Zweige XII a, b und c.
Max, *1877, ein Sohn von Michael begründet in Schnetzenhausen bei Friedrichshafen den Zweig XII a. Sohn Eugen, *1906, und Enkel Eugen, *1947, betreiben ein Lebensmittelgeschäft. Heute noch wohnen deren Nachkommen in und um Friedrichshafen.


Zweig XII b - Balgach/Schweiz

Joachim, *1879, auch ein Sohn von Michael wandert in der 9. Generation in die Schweiz aus. Als Schneidergeselle auf Wanderschaft gelangt er nach Balgach. Joachim heiratet Berta Sonderegger und begründet den Zweig XII b. Er macht sich selbständig und übernimmt ein Schneidergeschäft. Nachkommen wohnen in Heiden und Kriens.


Zweig XII c - Bregenz/Österreich

Josef, *1885, Zweig XII c, ebenfalls ein Sohn von Michael wird in der   9. Generation in Bregenz ansässig und heiratet Mechthild Hämmerle. Ihre Nachfahren wohnen in Ladis/Tirol, wo Wilma Forer-Angele zusammen mit ihrer Schwester Margit eine Pension betreibt, und in Wörgl, Altach und Kenzingen.


Ast XIII - Bebenhaus - Alberweiler

In der 6. St. Rembertus-Generation begründet der 1767 geborene Lorenz den Ast XIII. In Alberweiler kann er in den unter Stadion‘scher Herrschaft  stehenden Lehenshof der Anna Maria Hipper einheiraten.
In der 8. Generation erlernt Vinzenz, *1852, ein Enkel von Lorenz, das Bäckerhandwerk und betreibt eine Schankwirtschaft in Alberweiler. Mit seiner Frau Emerenzia hat er 9 Kinder. Sohn Karl, *1881, pachtet in Ulm den renommierten „Herrenkeller“. In der 10. Generation führt Enkel Karl, *1908, den „Herrenkeller“ weiter. Bruder Hermann wird Zahnarzt in Neu-Ulm. Nachkommen wohnen in Ulm, Köln, München, Paderborn und Wolfenbüttel.



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