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Über Pfingsten 2009 war eine Abordnung der Sippe in Ungarn bei den Angeli in Tschasartet (ungarisch: Császártöltés) in Südungarn.

Im Dorf leben mehrere Familien mit dem Namen Angeli, die von Familien abstammen, die im achtzehnten Jahrhundert aus Oberschwaben ausgewandert sind.

Wie immer waren die Besucher aus Oberschwaben überwältigt von der Gastfreundschaft der ungarischen Gastgeber.

 

 

Bei der diesjährigen Fahrt der Angele-Sippe nach Ungarn galt es ein Jubiläum zu feiern: zwanzig Jahre Begegnung der Angeli aus Tschasartet (Császártöltés) mit der Angele-Sippe in Oberschwaben.

Vor zwanzig Jahren kam erstmals ein Bus voller Gäste aus Ungarn zum Angele-Sippentag in Ummendorf und sie redeten ein ursprüngliches Schwäbisch, als ob sie aus einem Nachbardorf stammen würden. Und eigentlich war es auch so. Damals im Wendejahr 1989 hatte Matthias Angeli in dem Donauschwäbischen Dorf Császártöltés in Südungarn erfahren, dass es in Deutschland eine Sippe Angele gibt. Er selbst kümmerte sich um die lose Organisation der rund zwanzig Familien mit dem Namen Angeli in seinem Heimatdorf unweit der Donau. Die Donauschwaben, die das Dorf ab etwa 1740 aufbauten, stammten aus Oberschwaben und waren den österreichischen Werbern gefolgt, und sollten nach der Vertreibung der Türken diesen entvölkerten Landstrich wieder besiedeln und bewirtschaften.

Die erste Begegnung damals war derart herzlich, dass gleich Freundschaften entstanden und seither jedes Jahr eine Begegnung stattfindet. Im einen Jahr kommt eine Gruppe aus Ungarn zum Sippentag nach Ummendorf oder Fischbach. Im anderen Jahr erfolgt ein Gegenbesuch der Oberschwaben in Ungarn. Und auch beim Jubiläumsbesuch waren die Besucher aus Oberschwaben wieder beeindruckt von der großen Gastfreundschaft und der Herzlichkeit.

Den Gästen wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten: Maibaumaufstellen, ein Schwäbischer Abend mit Musikdarbietungen, Tänzen, ein Grillabend mit Weinprobe Tschasarteter Weine, ein Picknick im Wald mit vor Ort zubereitetem Gulasch, der Besuch eines Thermalbades. Mit den Gastgeberfamilien erfolgten weitere individuelle Unternehmungen.

In einer Ausstellung im Kulturhaus wurden die umfassenden Stammbäume der Angele-Familien in Császártöltés ausgestellt, die von Csaba Bolvári erarbeitet wurden. Anhand der Kirchenbücher konnten die Angeli von Császártöltés seit der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts fast lückenlos dokumentiert werden. Jetzt soll noch versucht werden, mit diesen Informationen die Anknüpfung an die Angele in Oberschwaben zu finden.

 

Bericht in der Schwäbischen Zeitung über die Ungarnreise 2009

In der Schwäbischen Zeitung Ausgabe Biberach erschien am 13. Juli 2009 dieser Artikel:

Erinnerung an erstes Treffen vor 20 Jahren steht im Mittelpunkt

 

Schwäbische Angeles besuchen die ungarischen Angeli


Ein Bus voller Gäste aus Ungarn ist erstmals vor 20 Jahren zum Angele-Sippentag nach Ummendorf gekommen. Die erste Begegnung war derart herzlich,
dass gleich Freundschaften entstanden.
Jetzt reiste wieder eine Angele-Gruppe aus Oberschwaben nach Südungarn.

Beim diesjährigen Besuch in Südungarn steht die Erinnerung an die erste Begegnung vor 20 Jahren im Mittelpunkt.
Ein Festabend beeindruckt:
Kindergartenkinder mit Tänzen und deutschen Reimen, donauschwäbische Tanzgruppen mit ihren mitreißenden Tänzen, sodass sich der Eindruck aufdrängt, dies sei eine Mischung aus oberschwäbischer Bauerntanzgruppe und ungarischen Puszta-Tänzern.
Ein Gang über den alten Friedhof zeigt fast nur deutsche Familiennamen.
Das älteste erhaltene Grab eines Angele ist vom 1852 verstorbenen Georg Angele. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts waren ungarische Vornamen üblich, die letzten deutschsprachigen Grabinschriften entstanden um 1930. Seit dem Jahr 1908 waren nur noch ungarisch-sprachige Schulen
erlaubt, die schwäbische Sprache wurde mehr und mehr zurückgedrängt.
Die älteren Menschen sprechen sie heute noch. Wenn man durchs Dorf geht und sieht ein paar Omas auf einer Bank vor dem Haus sitzen, so unterhalten sich die meistens auf schwäbisch, vermischt mit ungarischen Wörtern. Hochdeutsch verstehen sie nicht so gut, doch in breitestem Schwäbisch kann man sich hervorragend
mit ihnen unterhalten, insbesondere wenn man alte, kaum noch gebräuchliche Worte kennt. Bisher lebte das Dorf weitgehend vom Weinanbau.
Weit um das Dorf und in der ganzen Region sind Weingärten zu finden.
Den Besuchern aus Deutschland fällt auf, wie intakt das Dorfleben ist. Gemeinsinn und gegenseitige Hilfe bestimmen Arbeit und Freizeit. So überrascht es nicht, dass die Angeli ein kleines Gemeinschaftshaus mit großem Garten haben, wo sie sich treffen.
Zum 20-jährigen Bestehen der Begegnungen haben sie eine eigene Abfüllung ihrer Weine hergestellt, die jeder Besucher als Geschenk mit nach Hause nehmen kann. Überwältigend ist jedesmal die ursprüngliche Gastfreundschaft.
In einer Schau im Gemeindehaus werden die umfassenden Stammbäume der Angele-Familien in Császártöltés ausgestellt. Anhand der Kirchenbücher konnten die Angeli von Császártöltés seit der Mitte des 18. Jahrhunderts fast lückenlos dokumentiert werden.
Wie auch in Deutschland waren früher beide Schreibweisen, Angele und Angeli, gebräuchlich. In Ungarn setzte sich Angeli durch, in Deutschland Angele. Nachdem die Angeles in Deutschland gut erforscht sind, soll jetzt mit dem mitgebrachten Datenmaterial versucht werden, die Anknüpfung der ungarischen Angeli und der oberschwäbischen Angele-Sippe zu schaffen. Dazu steht noch einige Archivarbeit an. Bis zum Gegenbesuch aus Ungarn 2010 soll dies gelingen.

Internationale Freundschaft entsteht vor 20 Jahren

Im Wendejahr 1989 hatte Matthias Angeli in dem Donauschwäbischen Dorf Császártöltés in Südungarn erfahren, dass es in Deutschland eine Sippe Angele gibt. Er selbst kümmerte sich um die lose Organisation der rund 20 Familien mit dem Namen Angeli in seinem Heimatdorf unweit der Donau.
Die Donauschwaben, die das Dorf ab etwa 1740 aufbauten, stammten aus Oberschwaben und waren den österreichischen Werbern gefolgt, und sollten nach der Vertreibung der Türken diesen menschenleeren Landstrich besiedeln.
Seit dem ersten Besuch der Angeli in Oberschwaben kommt in dem einem Jahr eine Angeli-Gruppe aus Ungarn zum Angele-Sippentag nach Ummendorf oder Fischbach, im anderen Jahr erfolgt ein Gegenbesuch der Oberschwaben in Császártöltés.
Weitere Informationen zur Angele-Sippe im Internet gibt’s unter
www.angele-sippe.org

 

Der Artikel auf der Webseite der Schwäbischen Zeitung:
www.szon.de/lokales/biberach/region/200907130140.html

Der Artikel als pdf-Datei:
sz090713ungarnfahrt-artikel.pdf

 

 

Bilder der Ungarnreise 2009



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